Friday, 18. May 2012Deutschlands Beiträge zur Finanzierung des UN-Systems
Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) veröffentlicht gemeinsam mit Professor Dr. Klaus Hüfner in regelmäßigen Abständen Informationen über den Finanzbeitrag Deutschlands an das System der Vereinten Nationen (UN). Aufgeführt werden die einzelnen Institutionen der UN-Familie mit umfassenden Tabellen. Die Zeitreihen beginnen ab dem Jahr 1991, dem Jahr nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten. Zum besseren Verständnis erfolgen für jede UN-Institution einleitende Anmerkungen. Sämtliche Texte, Tabellen und Abbildungen werden jeweils mit einem Datum versehen, um den Stand der Aktualisierung zu verdeutlichen.
Derzeit liegen die Finanz-Daten zu den UN und zu den ausgewählten UN-Fonds und Programmen vor. In der zweiten Jahreshälfte 2012 werden auf diesem Portal die Statistiken zu den Sonderorganisationen des UN-Systems ergänzt.
Zum Portal Deutschlands Beiträge zur Finanzierung des UN-Systems gelangen Sie auch über den Menüpunkt UN im Überblick auf der DGVN-Webseite.
Friday, 11. May 2012Badische Zeitung: Jugendfriedenspreis der DGVN an Unicef-Juniorbotschaftergruppe Lörrach verliehenTuesday, 8. May 2012"Ich habe volles Verständnis für Frau Dr. Merkel" In die Rio+20-Konferenz wird viel Hoffnung gesetzt. Die Lösung globaler Probleme soll auf dem größten UN-Gipfel endlich ein Stück näher rücken. Angela Merkel wird laut Berichten des Spiegel nicht nach Rio reisen. Von Seiten der Opposition kommt scharfe Kritik. Aber es gibt auch Stimmen, die Verständnis signalisieren, so auch Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker. Als Co-Vorsitzender des Internationalen Ausschusses für nachhaltiges Ressourcenmanagement des UN-Umweltprogramms wirkt Weizsäcker intensiv am Prozess zu Rio+20 mit. Weizsäcker begründet seine Haltung folgendermaßen:
"Ich habe volles Verständnis für Frau Dr. Merkel. Die Vorbereitung von Rio + 20 läuft nicht gut. Trotz eines recht beachtlichen Berichts des High Level Panel unter Leitung von Präsidenting Tarja Halonen (Finnland) und Jacob Zuma (Südafrika) ist kaum zu erwarten, dass der Gipfel zu nützlichen Ergebnissen führt.
Die beiden von UNEP eingebrachten Themen waren: Green Economy und Institutionelle Verbesserungen für die Nachhaltige Entwicklung. Am ersteren haben die Entwicklungsländer keinerlei Interesse gezeigt: ihnen komme es auf poverty eradication [Armutsbekämpfung] an, und dafür wollen sie Geld vom Norden, nicht Belehrungen über eine grünere Wirtschaft. Und institutionelle Verbesserungen werden von den USA und anderen kategorisch abgelehnt. Die BRICS (oder BASIC) Staaten und die Cairns-Gruppe der Länder mit Agrarexportinteressen spielen bei der Vorbereitung von Rio die erste Geige, und sie gefallen sich in Beschimpfungen Europas. Und die ganze Veranstaltung wird mehr und mehr auf ein rein anthropozentrisches Fingerhakeln um ökonomische Vorteile reduziert. Für die Umwelt soll offenbar nichts herauskommen. Auch das Umfrisieren der nicht erfüllten Millennium Development Goals in Sustainable Development Goals bringt der Umwelt nichts.
Natürlich hätte es eine symbolische Nützlichkeit, wenn die deutsche Bundeskanzlerin am größten UNO-Treffen des Jahres 2012 persönlich teilnimmt. Aber wenn das Ergebnis voraussehbar minimal bleibt, womöglich sogar Rückschritt bedeutet, schrumpft der symbolische Wert.
Ich wäre natürlich glücklich, wenn sich meine pessimistische Einschätzung als falsch heraus stellt, und ich werde selber in Rio dabei sein, für Side Events, die helfen können, die Hausaufgaben nach Rio zu definieren."
Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, geb. 1939, ist Co-Vorsitzender des Internationalen Ausschusses für nachhaltiges Ressourcenmanagement des UN-Umweltprogramms, DGVN-Präsidiumsmitglied und war von 1998-2005 Mitglied der Bundestagsfraktion der SPD. Er ist Autor zahlreicher Bücher, zuletzt veröffentlichte er Faktor Fünf.Mehr zum Thema Rio+20 finden Sie auf unserem Themenschwerpunkt.Tuesday, 8. May 2012Scharfe Kritik und Verständnis In die Rio+20-Konferenz wird viel Hoffnung gesetzt. Die Lösung globaler Probleme soll auf dem größten UN-Gipfel endlich ein Stück näher rücken. Angela Merkel wird wohl nicht nach Rio reisen. Ernst Ulrich von Weizsäcker signalisiert Verständnis. Als Co-Vorsitzender des Internationalen Ausschusses für nachhaltiges Ressourcenmanagement des UN-Umweltprogramms wirkt Weizsäcker intensiv am Prozess zu Rio+20 mit. Aus der Zivilgesellschaft kommt hingegen scharfe Kritik.
"Ich habe volles Verständnis für Frau Dr. Merkel"Die Vorbereitung von Rio + 20 läuft nicht gut. Trotz eines recht beachtlichen Berichts des High Level Panel unter Leitung von Präsidenting Tarja Halonen (Finnland) und Jacob Zuma (Südafrika) ist kaum zu erwarten, dass der Gipfel zu nützlichen Ergebnissen führt. Die beiden von UNEP eingebrachten Themen waren: Green Economy und Institutionelle Verbesserungen für die Nachhaltige Entwicklung. Am ersteren haben die Entwicklungsländer keinerlei Interesse gezeigt: ihnen komme es auf poverty eradication [Armutsbekämpfung] an, und dafür wollen sie Geld vom Norden, nicht Belehrungen über eine grünere Wirtschaft. Und institutionelle Verbesserungen werden von den USA und anderen kategorisch abgelehnt. Die BRICS (oder BASIC) Staaten und die Cairns-Gruppe der Länder mit Agrarexportinteressen spielen bei der Vorbereitung von Rio die erste Geige, und sie gefallen sich in Beschimpfungen Europas. Und die ganze Veranstaltung wird mehr und mehr auf ein rein anthropozentrisches Fingerhakeln um ökonomische Vorteile reduziert. Für die Umwelt soll offenbar nichts herauskommen. Auch das Umfrisieren der nicht erfüllten Millennium Development Goals in Sustainable Development Goals bringt der Umwelt nichts. Natürlich hätte es eine symbolische Nützlichkeit, wenn die deutsche Bundeskanzlerin am größten UNO-Treffen des Jahres 2012 persönlich teilnimmt. Aber wenn das Ergebnis voraussehbar minimal bleibt, womöglich sogar Rückschritt bedeutet, schrumpft der symbolische Wert. Ich wäre natürlich glücklich, wenn sich meine pessimistische Einschätzung als falsch heraus stellt, und ich werde selber in Rio dabei sein, für Side Events, die helfen können, die Hausaufgaben nach Rio zu definieren.Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, geb. 1939, ist Co-Vorsitzender des Internationalen Ausschusses für nachhaltiges Ressourcenmanagement des UN-Umweltprogramms, DGVN-Präsidiumsmitglied und war von 1998-2005 Mitglied der Bundestagsfraktion der SPD. Er ist Autor zahlreicher Bücher, zuletzt veröffentlichte er Faktor Fünf.Tuesday, 8. May 2012Kleine Staaten, große Politik? Welchen Stellenwert hat die Mitgliedschaft in den UN für kleine Staaten? Können sie die eigenen Interessen dort wirkungsvoller durchzusetzen als in anderen Foren? Oder sehen sich diese Staaten von den großen Mitgliedstaaten an den Rand gedrängt? Diesen Fragen gehen im aktuellen Heft 2/2012 drei Beiträge nach. Günther Unser hat in seinem Beitrag die UN-Politik der drei deutschsprachigen Länder Österreich, Schweiz und Liechtenstein untersucht. Er kommt zu dem Schluss, dass sich die kleinen Staaten auf einige wenige Politikfelder beschränken und mit anderen kleinen Staaten zusammentun müssen, um ihre Interessen durchzusetzen. Wenn sie dies aber tun, können sie in diesen Bereichen überproportional Einfluss nehmen. Johannes Varwick und Jana Windwehr kommen bei ihrer Analyse der UN-Politik der nordischen Staaten zu ähnlichen Ergebnissen, sehen sogar einen noch größeren Zusammenhalt innerhalb dieser sehr homogenen Gruppe der ›Freunde der UN‹. Helmut Volger hat die Einflussmöglichkeiten der nichtständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat seit Ende des Ost-West-Konflikts untersucht. Auch sie konnten ihren Einfluss und Status schrittweise erhöhen.
Zur aktuellen Krise in Syrien schlägt Ekkehard Griep in seinem Standpunkt einen Optionen-Mix für das Handeln der UN vor.
Zum aktuellen Heft 2/2012.
Monday, 7. May 2012Internet und MenschenrechteFriday, 4. May 2012Chancen für Liberia? - Das UN-Engagement im Blickpunkt Welche Chancen auf Frieden und Entwicklung hat ein Land, in dem 14 Jahre lang ein blutiger Bürgerkrieg wütete? Wie können die Vereinten Nationen den Liberianern beim Aufbau eines stabilen Staates helfen? Diskutiert wurden diese und andere Fragen am 21. März 2012 auf einer DGVN-Podiumsdiskussion in Osnabrück mit Dr. Ekkehard Griep und Polizeioberrat Markus Feilke unter Moderation von Prof. Dr. Ulrich Schneckener.
In Liberia leben 16 Ethnien, und neben Englisch werden 16 unterschiedliche Sprachen gesprochen. Die Menschen sind auch heute noch geprägt durch einen 14 Jahre währenden Bürgerkrieg, der erst mit dem Umfassenden Friedensabkommen von Accra im Jahre 2003 ein Ende fand. Gewalt, Zerstörung und Flucht waren die Merkmale der Konfliktjahre. Bis Sommer 1990 - ein halbes Jahr nach dem Beginn des durch die Invasion der Taylor-Rebellen ausgelösten brutalen inneren Konfliktes - waren bereits ungefähr 500.000 Menschen vor dem Krieg aus Liberia geflohen, eine Zahl, die damals ca. 20 Prozent der Bevölkerung ausmachte, erklärte Dr. Ekkehard Griep, stellv. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Die UN hatten zunächst nur äußerst zurückhaltend auf den Konflikt reagiert, auch, weil die internationale Aufmerksamkeit durch das Ende des Kalten Krieges 1989 weniger auf Afrika und mehr auf Europa gerichtet war. Stattdessen übernahm zunächst die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS unter der Führung von Nigeria die Initiative zur Beendigung des inner-liberianischen Konfliktes zwischen Rebellen und Regierungskräften.
Friday, 4. May 2012Chancen für Liberia? - Das UN-Engagement im Blickpunkt Welche Chancen auf Frieden und Entwicklung hat ein Land, in dem 14 Jahre lang ein blutiger Bürgerkrieg wütete? Wie können die Vereinten Nationen den Liberianern beim Aufbau eines stabilen Staates helfen? Diskutiert wurden diese und andere Fragen am 21. März 2012 auf einer DGVN-Podiumsdiskussion in Osnabrück mit Dr. Ekkehard Griep und Polizeioberrat Markus Feilke unter Moderation von Prof. Dr. Ulrich Schneckener.
In Liberia leben 16 Ethnien, und neben Englisch werden 16 unterschiedliche Sprachen gesprochen. Die Menschen sind auch heute noch geprägt durch einen 14 Jahre währenden Bürgerkrieg, der erst mit dem Umfassenden Friedensabkommen von Accra im Jahre 2003 ein Ende fand. Gewalt, Zerstörung und Flucht waren die Merkmale der Konfliktjahre. Bis Sommer 1990 - ein halbes Jahr nach dem Beginn des durch die Invasion der Taylor-Rebellen ausgelösten brutalen inneren Konfliktes - waren bereits ungefähr 500.000 Menschen vor dem Krieg aus Liberia geflohen, eine Zahl, die damals ca. 20 Prozent der Bevölkerung ausmachte, erklärte Dr. Ekkehard Griep, stellv. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Die UN hatten zunächst nur äußerst zurückhaltend auf den Konflikt reagiert, auch, weil die internationale Aufmerksamkeit durch das Ende des Kalten Krieges 1989 weniger auf Afrika und mehr auf Europa gerichtet war. Stattdessen übernahm zunächst die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS unter der Führung von Nigeria die Initiative zur Beendigung des inner-liberianischen Konfliktes zwischen Rebellen und Regierungskräften.
Thursday, 3. May 2012Peanuts für saubere Energie in Entwicklungsländern Die Europäische Union hat angekündigt, sich mit 50 Millionen Euro an nachhaltigen Energieprojekten in Entwicklungsländern zu beteiligen. Dies geschieht im Rahmen des UN-Ziels, bis 2030 den universalen Zugang zu moderner, sauberer Energie sicherzustellen.![]() Kommissionspräsident Barroso sagte, die EU werde zudem versuchen, auch im Privatsektor weitere mehrere hundert Millionen Euro zu mobilisieren, um im Vorfeld der Rio+20-Konferenz konkret in Entwicklungsländern zu investieren. "Unser Ziel ist es, bis 2030 500 Millionen Menschen Zugang zu nachhaltigen Energiequellen zu ermöglichen", kündigte Barroso beim EU-Energiegipfel in Brüssel an. An der Konferenz nahmen hochrangige Vertreter von EU, UN, verschiedenen Entwicklungsländern, der Industrie und der Zivilgesellschaft teil. Das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) schätzt, dass der Übergang zu sauberer Energie bis 2030 weltweit zwischen 249 und 1371 Millarden Euro pro Jahr kosten werde - die Zusage der EU ist daran gemessen also nur ein extrem kleiner Beitrag. Gleichzeitig betont UNDP, dass diese Summe immer noch geringer sei, als der jährliche weltweite Verteidigungshaushalt, die weltweiten Rettungspakete für Banken sowie "perverse" Subventionen wie in Usbekistan, wo die dortige Regierung 13-mal mehr Geld für die Ölförderung statt für das Gesundheitssystem bereitstellt. Auch das islamistische Mullah-Regime im Iran gebe beispielsweise 20 Prozent des BIPs für Ölförderungssubventionen aus, aber weniger als 5 Prozent für Bildung. Gespaltene Reaktionen auf EU-Hilfen UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon begrüßte das Bekenntnis der Europäischen Kommission zum "Internationalen Jahr der Nachhaltigen Energie für alle". Bereits in den vergangenen Jahren hat die EU ca. eine Milliarde Euro bereitgestellt, um den Zustand des Energiesektors in Entwicklungsländern zu verbessern, vor allem mit Blick auf den Zugang zu nachhaltiger Energie. Beispielsweise in Uganda, wo im Rahmen des "Pamenu"-Projektes über eine Million Menschen von Energie aus Solarpanels profitieren und fast 200 000 ländlichen Haushalten verbesserte Kocheinrichtungen zur Verfügung gestellt wurden. Verschiedene NGOs sehen das Engagement der EU eher zwiespältig. "Einerseits hilft Europa Entwicklungsländern ihren Energiezugang auszubauen, andererseits beutet es aber einige dieser Länder aus, um seinen Hunger nach Bio-Ethanol-Treibstoff zu stillen", sagt Blandine Bundiol von Concord, dem europäischen Dachverband entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen. Die europäischen und US-amerikanischen Subventionen für Biokraftstoff seien Schuld an steigenden Lebensmittelpreisen. Auch bleibe die Frage offen, ob die EU nur europäischen Organisationen beim Ausbau ihrer Tätigkeiten im Süden hilft oder auch lokale Initiativen unterstützen will. Hilfe zur Selbsthilfe in lokalen Gemeinschaften sei essentiell für wahre nachhaltige Entwicklung. Jean Mikhail Tuesday, 24. April 2012Die UN ist wieder wichtigThursday, 19. April 2012Rund um Rio+20 Ende Juni findet in Rio de Janeiro der Weltgipfel über nachhaltige Entwicklung statt – kurz: Rio+20. Dieser globale Nachhaltigkeitsgipfel wird voraussichtlich die bislang größte UN-Veranstaltung aller Zeiten. Sie hat den Anspruch, unsere Wirtschaftsweise kritisch zu reflektieren. Und es geht darum, weltweit endlich einen zukunftsfähigen Weg einzuschlagen, der Ökonomie, Ökologie und soziale Gerechtigkeit verbindet. Der Internetschwerpunkt informiert über Themen, Hintergründe, Akteure und Konzepte rund um die Konferenz.
Thursday, 19. April 2012Badische Zeitung: Björn Hessert, Jurymitglied für den DGVN-Jugend-Friedenspreis, über die Bedeutung der AuszeichnungThursday, 19. April 2012Badische Zeitung: Björn Hessert, Jurymitglied für den DGVN-Jugend-Friedenspreis, über die Bedeutung der Auszeichnung (Kopie 1)Saturday, 14. April 2012DW: Ekkehard Griep, stellvertretender Vorsitzender der DGVN, zur UN Beobachtermission in Syrien (Kopie 1)
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