Friday, 27. January 2012Botschafter a.D. Alexander Graf York von Wartenburg verstorben Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) trauert um ihr langjähriges Präsidiumsmitglied Alexander Graf York von Wartenburg. Graf York ist am 25. Januar 2012 nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 84 Jahren in Bonn verstorben. Der ehemalige Botschafter bei den Vereinten Nationen in New York war von 1995 bis 2003 stellvertretender Vorsitzender der DGVN.
Alexander Graf York von Wartenburg hat die Bundesrepublik Deutschland lange Zeit am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York vertreten. 1975 wurde er zunächst zum Leiter der Wirtschaftsabteilung ernannt, 1984 zum stellvertretenden Botschafter und 1987 (bis 1989) schließlich zum Botschafter. In den Wendejahren 1988 bis 1989 hat er die Bundesrepublik Deutschland im UN-Sicherheitsrat vertreten.
Länger noch als seine Zeit als Diplomat in New York währte das Engagement von Graf York für die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen, deren Präsidiumsmitglied er durchgängig seit 1992 gewesen ist. Nach der Tätigkeit als aktiver Diplomat faszinierte ihn der Perspektivwechsel, den die Mitarbeit bei einer zivilgesellschaftlichen Organisation mit sich brachte. Es war ihm stets ein besonderes Anliegen, die Vereinten Nationen zu stärken, dabei aber auch stets das Machbare im Auge zu behalten. Mit seinem authentischen Engagement und seiner Begeisterungsfähigkeit hat Graf York immer auch die jüngere Generation erreicht. Daneben engagierte sich Graf York für das Ziel, die DGVN als zentrale Fachinformationsstelle zu allen UN-Themen zu stärken. Dabei fühlte Graf York sich als ehemaliger Botschafter keineswegs nur für die großen politischen Fragen zuständig. Unvergessen bleiben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DGVN auch die vielen Stunden, die er im Generalsekretariat bei zahlreichen administrativen Fragen mit seinem Sachverstand und seiner Erfahrung zu Seite stand.
Der Vorstand und die Mitglieder der DGVN gedenken mit Hochachtung Alexander Graf York von Wartenburg. Durch sein unermüdliches Engagement für die Vereinten Nationen und als engagierter Repräsentant der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen hat er sich bleibende Verdienste erworben, die in die Zukunft nachwirken werden. In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von einer beeindruckenden Persönlichkeit. Wir werden Graf York ein ehrendes Andenken bewahren.
Friday, 27. January 2012Botschafer a.D. Alexander Graf York von Wartenburg verstorben Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) trauert um ihr langjähriges Präsidiumsmitglied Alexander Graf York von Wartenburg. Graf York ist am 25. Januar 2012 nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 84 Jahren in Bonn verstorben. Der ehemalige Botschafter bei den Vereinten Nationen in New York war von 1995 bis 2003 stellvertretender Vorsitzender der DGVN.
Alexander Graf York von Wartenburg hat die Bundesrepublik Deutschland lange Zeit am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York vertreten. 1975 wurde er zunächst zum Leiter der Wirtschaftsabteilung ernannt, 1984 zum stellvertretenden Botschafter und 1987 (bis 1989) schließlich zum Botschafter. Im Vorjahr und Jahr der Wende, 1988 bis 1989, hat er die Bundesrepublik Deutschland im UN-Sicherheitsrat vertreten.
Länger noch als seine Zeit als Diplomat in New York währte das Engagement von Graf York für die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen, deren Präsidiumsmitglied er von 1992 bis zu seinem Tode war. Nach der Tätigkeit als Diplomat faszinierte ihn der Perspektivwechsel, der die Mitarbeit bei einer zivilgesellschaftlichen Organisation mit sich brachte. Es war ihm besonders wichtig, dass die DGVN in ihrer Funktion einer zentralen Fachinformationsstelle zu allen UN-Themen gestärkt wird. Dabei fühlte Graf York sich als ehemaliger Botschafter keineswegs nur für die großen Fragen zuständig. Unvergessen bleiben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DGVN auch die vielen Stunden, die er im Generalsekretariat half, administratives „Klein-Klein“ zu bearbeiten.
Der Vorstand und die Mitglieder der DGVN danken Alexander Graf York von Wartenburg für sein unermüdliches Engagement für die Vereinten Nationen und die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Friday, 27. January 2012ACTA: Parliaments should say “no”
The Committee for a Democratic U.N. (KDUN) has reiterated its criticism of the Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) (see here,...
Friday, 20. January 2012Neuer Tagungsband "Die Vereinten Nationen zehn Jahre nach dem Millenniumsgipfel 2000 - eine Bilanz" Im Jahre 2000, noch in der Aufbruchsstimmung des neuen Millenniums, setzten die Vereinten Nationen sich und ihren Mitgliedsstaaten mit den Millennium Entwicklungszielen eine ambitionierte Aufgabe. Seitdem ist nun ein Jahrzehnt vergangen, voller altbekannter Schwierigkeiten und neuartiger Herausforderungen. Am 26. Juni 2010 kamen an der Universität Potsdam zum neunten Mal verschiedene Wissenschaftler zum Forschungskreis Vereinte Nationen zusammen, um Untersuchungsergebnisse auszutauschen, Bilanz zu ziehen und zu diskutieren, inwieweit die Ziele in den letzten zehn Jahren umgesetzt werden konnten. Auch andere Themen wie das Seerecht, der Sicherheitsrat, der UN-Menschenrechtsschutz sowie Deutschland in den Vereinten Nationen wurden besprochen. Zu dieser Konferenz ist nun ein Tagungsband erschienen, herausgegeben unter anderem vom Koordinator des DGVN-Forschungsrats, Dr. Norman Weiß. Mit der Broschüre soll allen Interessierten die Möglichkeit gegeben werden, Einblick in ausgewählte Schwerpunkte der Diskussion über die Umsetzung der Millenniumserklärung zu erhalten. Die Neuerscheinung "Die Vereinten Nationen zehn Jahre nach dem Millenniumsgipfel 2000 - eine Bilanz" kann für 8 Euro direkt beim MenschenRechtsZentrum der Universität Potsdam bestellt werden. Senden Sie dazu eine eMail mit Ihrer Lieferadresse an var username = "sekremrz"; var hostname = "uni-potsdam.de";document.write("" + username + "@" + hostname + "<\/a>") - mail "Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">. Inhaltsübersicht: Markus Loewe Konzeptionelle Stärken und Schwächen der Millennium Development Goals (MDGs).......................7 Ingo Winkelmann Die Vereinten Nationen, das Seerecht und die Polarregionen.....................................................27 Helmut Volger Die Reform der Arbeitsmethoden des Sicherheitsrats - eine Bilanz nach zwei Jahrzehnten............39 Norman Weiß Der UN-Menschenrechtsschutz zehn Jahre nach dem Millenniumsgipfel - neue Strukturen und neue Herausforderungen - auch neue Chancen?.........................................53 Otto Lampe Deutschland und die Vereinten Nationen - aktuelle Entwicklungen................................................75 Friday, 20. January 2012Neuer Tagungsband "Die Vereinten Nationen zehn Jahre nach dem Milleniumsgipfel 2000 - eine Bilanz" Im Jahre 2000, noch in der Aufbruchsstimmung des neuen Milleniums, setzten die Vereinten Nationen sich und ihren Mitgliedsstaaten mit den Millennium Entwicklungszielen eine ambitionierte Aufgabe. Seitdem ist nun ein Jahrzehnt vergangen, voller altbekannter Schwierigkeiten und neuartiger Herausforderungen. Am 26. Juni 2010 kamen an der Universität Potsdam zum neunten Mal verschiedene Wissenschaftler zum Forschungskreis Vereinte Nationen zusammen, um Untersuchungsergebnisse auszutauschen, Bilanz zu ziehen und zu diskutieren, inwieweit die Ziele in den letzten zehn Jahren umgesetzt werden konnten. Auch andere Themen wie das Seerecht, der Sicherheitsrat, der UN-Menschenrechtsschutz sowie Deutschland in den Vereinten Nationen wurden besprochen. Zu dieser Konferenz ist nun ein Tagungsband erschienen, herausgegeben unter anderem vom Koordinator des DGVN-Forschungsrats, Dr. Norman Weiß. Mit der Broschüre soll allen Interessierten die Möglichkeit gegeben werden, Einblick in ausgewählte Schwerpunkte der Diskussion über die Umsetzung der Millenniumserklärung zu erhalten. Die Neuerscheinung "Die Vereinten Nationen zehn Jahre nach dem Milleniumsgipfel 2000 - eine Bilanz" kann für 8 Euro direkt beim MenschenRechtsZentrum der Universität Potsdam bestellt werden. Senden Sie dazu eine eMail mit Ihrer Lieferadresse an var username = "sekremrz"; var hostname = "uni-potsdam.de";document.write("" + username + "@" + hostname + "<\/a>") - mail "Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">. Inhaltsübersicht: Markus Loewe Konzeptionelle Stärken und Schwächen der Millenium Development Goals (MDGs).......................7 Ingo Winkelmann Die Vereinten Nationen, das Seerecht und die Polarregionen.....................................................27 Helmut Volger Die Reform der Arbeitsmethoden des Sicherheitsrats - eine Bilanz nach zwei Jahrzehnten............39 Norman Weiß Der UN-Menschenrechtsschutz zehn Jahre nach dem Milleniumsgipfel - neue Strukturen und neue Herausforderungen - auch neue Chancen?.........................................53 Otto Lampe Deutschland und die Vereinten Nationen - aktuelle Entwicklungen................................................75 Jean Mikhail Wednesday, 18. January 2012DGVN etabliert Kontakt mit UNA China![]() Am 13. Januar 2012 stattete der frühere Vorsitzende der DGVN Professor Thomas Bruha der United Nations Association of China einen Besuch in ihrem Büro in Peking ab. Professor Bruha, der seit September letzten Jahres als European Co-Dean der China-EU School of Law in Peking arbeitet, ist nach Niederlegung des DGVN Vorsitzes auf der letzten Mitgliederversammlung in Hamburg jüngst wegen seiner neuen Tätigkeit in Peking zum Sonderbeauftragten des Vorstandes für Asien (Special Representative for Asia) ernannt worden. Eine wesentliche Aufgabe von Professor Bruha wird es sein, die Beziehungen zu den UNAs Asiens zu pflegen, über UN-Fragen von besonderem gemeinsamen Interesse zu sprechen und zu referieren, und gemeinsame Aktivitäten zu entwickeln. Im Mittelpunkt des gestrigen Gesprächs standen Überlegungen über eine "Four Party-Conference" der UNAs Chinas, Japans, Koreas und Deutschlands in Berlin im Spätherbst/Winter dieses Jahres als von der DGVN organisiertes follow up zu der im Jahr 2007 von UNA Korea in Seoul organisierten Tagung der vier Gesellschaften. Der Vorschlag von Professor Bruha, das "Vierparteien-Treffen" diesmal Fragen der globalen Finanzkrise und der Rolle der Vereinten Nationen in der globalen Finanz- und Waehrungsgovernace zu widmen, stiess auf grosses Interesse und Zustimmung. Vizepräsidentin Zhang Xiaoan und Professor Bruha bezeichneten das Gespräch als sehr zufriedenstellend. Ein weiteres Treffen ist für Anfang Februar nach den chinesischen "Frühlingsferien" geplant, an dem dann auch der Präsident von UNA China Botschafter a.D. und ehem. Under Secretary General der Vereinten Nationen Chen Jian teilnehmen wird, der zum ersten Gesprächstermin auf Reisen war. Professor Bruha wird in ähnlicher Weise persönliche Kontakte mit den UNAs Japans und der Republik Korea aufbauen und Gespräche führen.
Weiterführende Information:
UN-Gesellschaften, wie die DGVN, existieren in zahlreichen UN-Mitgliedstaaten, häufig mit recht unterschiedlichem Status. Der Austausch untereinander findet über den Weltverband WFUNA statt. Tuesday, 10. January 2012UN stärkt menschenrechtliche Verantwortung für Unternehmen
Vom 16. bis 20. Januar 2012 tagt in Genf erstmals die UN-Arbeitsgruppe für Menschenrechte und transnationale Unternehmen. Das aus fünf unabhängigen Experten bestehende Gremium soll die Einhaltung von menschenrechtlichen Standards durch den Privatsektor weltweit fördern.
Thursday, 22. December 2011Ban Ki-Moon ruft zu Unterzeichnung der Wanderarbeiterkonvention auf Anlässlich des Internationalen Tages der Migranten am 18. Dezember hat UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon den Großteil der UN-Mitgliedsstaaten dazu aufgerufen, die Wanderarbeiterkonvention zu unterzeichnen. Dies hat bisher nur eine Gruppe von Entwicklungsländern getan, aber kein einziges Land des "Westens" bzw. des "globalen Nordens". Er hob hervor, dass Migranten entgegen häufiger Falschannahme weniger eine Last, als vielmehr eine Bereicherung für ihre neue Heimat darstellen würden. So brächten sie Talent und Arbeitskraft mit, als Unternehmer schüfen sie Jobs, als Investoren brächten sie Kapital ins Land.
Ban betonte, dass Staaten das Recht haben, souverän ihre Grenzen zu kontrollieren. Allerdings hätten sie auch die Pflicht, ihre internationalen Rechtspflichten zu befolgen. Dies bedeutet, dass auch Migranten allgemeine Menschenrechte zustehen, wie dem Zugang zum Gesundheitssystem, dem Recht auf Bildung und dem Schutz vor Folter, auch wenn diese durch Rücksendung in das Heimatland drohe. Die Wanderarbeiterkonvention garantiert genau diese Vorgänge - dass Migranten, nur aufgrund ihres Status als Nicht-Staatsangehöriger ihres Ziellandes, nicht ihre universellen Menschenrechte verlören und die aufnehmenden Staaten daher verpflichtet sind, Migranten diese zu garantieren. Auf Deutschland übertragen bedeutet dies beispielsweise, dass jeder Einwanderer, egal ob mit oder ohne Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis das Recht auf eine ärztliche Untersuchung und Behandlung hätte, auch ohne Krankenversicherung. Bisher haben sich die deutschen Bundesregierungen eher negativ über die Konvention geäußert - sie befürchten, dass diese Anreize für irreguläre bzw. illegale Migration schaffe. Ban Ki-Moons Aufruf zum Nachlesen Hintergründe zur Wanderarbeiterkonvention (Studie des Instituts für Menschenrechte) Jean Mikhail Thursday, 22. December 2011Die UN-Friedenssicherung vor großen Herausforderungen Die Vereinten Nationen haben sich im Bereich der Friedenssicherung viel vorgenommen: Sie wollen nicht nur die Zahl der Missbrauchsfälle durch Blauhelme weiter stark reduzieren, sondern auch bis 2014 den Anteil an Frauen bei der UN-Polizei auf 20 Prozent erhöhen. Dies erklärt der ehemalige UN-Untergeneralsekretär für Friedenssicherungseinsätze Alain Le Roy in einem Interview im aktuellen Heft 6/2011 von VEREINTE NATIONEN.
An den Missionen in Kongo und Sudan ließen sich viele der aktuellen und künftigen Herausforderungen für die UN-Friedenssicherung ablesen: die neue komplexe Aufgabe des Schutzes von Zivilisten, die Null-Toleranz-Politik bei sexuellem Missbrauch und der notorische Mangel an Personal und guter Ausrüstung. Vor dem Hintergrund klammer Haushalte der Geberländer durch die Finanzkrise nennt Le Roy Beispiele für Maßnahmen, mit denen die UN versuchen, „mehr mit weniger zu machen“.
Weitere Beiträge befassen sich mit der Renovierung des UN-Amtssitzes am East River, mit der neuen UN-Frauenorganisation „UN Women“ sowie anlässlich des 50. Todestages von Dag Hammarskjöld mit dem Vermächtnis des zweiten UN-Generalsekretärs. Eine Rede von Jan Eliasson, dem ehemaligen Präsidenten der UN-Generalversammlung, zu Dag Hammarskjöld ergänzt den kleinen Hammarskjöld-Schwerpunkt.
Zum Inhaltsverzeichnis der Ausgabe
Sunday, 18. December 2011In commemoration of Vaclav Havel
The Committee for a Democratic UN grieves for Vaclav Havel. The former President of the Czech Republic passed away at...
Monday, 12. December 2011DGVN-Dissertationspreis verliehen
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