Remarque, Erich Maria: Im Westen nichts Neues

Auf den ersten Blick mag es erstaunen, dass wir, die Weltföderalisten Schweiz, dieses - doch eigentlich populäre Buch - zum Lesen empfehlen. Aber nur auf den ersten Blick. Im 2013 ist eine interessante Neuausgabe dieses Buches erschienen.

Carl Zuckmayer schrieb, das Buch gehöre „in die Schulstuben, die Lesehallen, die Universitäten, in alle Zeitungen, in alle Funksender“. Urs Bitterli zitiert in seiner Buchbesprechung (die ganze Buchbesprechung hier als pdf zum Downloaden) vom 4.3.2014 auf der Informationsplattform "Journal 21" diese Worte von Carl Zuckmayer. Wir können uns heute, fast 100 Jahre später, dieser Aussage nur anschliessen.

                 Wer das Buch "Im Westen nichts Neues" liest, wird von Grausen und Abscheu gepackt über diesen Krieg, über den Krieg im allgemeinen, und fragt sich, wie solche menschenverachtende Ereignisse künftig verhütet werden können. Unsere Bewegung, die Weltföderalisten Schweiz bzw. das "World Federalist Movement", entstand vor allem aus den Erfahrungen der beiden Weltkriege heraus. Aufgaben wie die Stärkung des Friedens, der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit, in den letzten Jahren aber auch die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen der Erde, können nicht mehr nur auf nationalstaatlicher Ebene angegangen und gelöst werden, sondern bedürfen internationaler Regelungen und Institutionen.                   220px remarque im westen nichts neues 1929                                
      Verlagsumschlag der Erstausgabe 1929  

Die Neuausgabe bringt Überraschendes zutage

Franziska Hirsbrunner, SRF Kultur, berichtet am 21. Februar 2014 auf der SFR-Kultur-Website:

"Es war einer der grössten deutschen Bucherfolge des 20. Jahrhunderts: Erich Maria Remarques schonungslos naturalistischer Roman über den Kriegsalltag an der Westfront. Eine Neuausgabe zeigt nun, wie sehr der Autor auf Wunsch des Verlags kriegskritische Aussagen abmildern musste. 

... Bis fast zum Kriegsende war Remarque in einem Lazarett in Duisburg. Dort begann er an einem Text über den Krieg zu arbeiten. Was davon noch erhalten ist, kann man nun in der Neuausgabe von «Im Westen nichts Neues» nachlesen. Schon in diesem Text ist die Sinnlosigkeit dieses Krieges, der 8,5 Millionen Männern das Leben kosten und mehr als 21 Millionen teils bis zur Unkenntlichkeit verstümmeln sollte, ein Thema. Die Druckfassung von «Im Westen nichts Neues» unterscheidet sich aber wesentlich vom Schreibmaschinen-Typoskript, das Remarque zunächst dem S. Fischer Verlag und dann dem Ullstein-Konzern anbot. Dieser publizierte den Roman 1928 vorerst als Vorabdruck in der Vossischen Zeitung. Es bleibt Erich Maria Remarques Geheimnis, warum er dabei Hand zu weitgreifenden Textänderungen und biografischen Falschinformationen bot. ..."

Hier der Link zum vollständigen Beitrag von Franziska Hirsbrunner, SRF Kultur: SRF Kultur 20140221_Die Neuausgabe "Im Westen nichts Neues" bringt Überraschendes zutage.

 

Im westen nichts neues neue auflage  

Neuausgabe "Im Westen nichts Neues"

erschienen im Verlag "Kiepenheuer & Witsch" (KiWi) 

Mit neuer Materialiensammlung und einem Nachwort des Remarque-Spezialisten Thomas F. Schneider: Remarques bedeutendster Roman zum Ersten Weltkrieg – Schullektüre ohne Verfallsdatum.

 

Der direkte Link zur Buchbestellung:

kiwi-verlag_Im Westen nichts Neues

     

 

 

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