Der Wienerkongress

Vom September 1814 bis Juni 1815 dauerte der Wiener Kongress.

Was die teilnehmenden Diplomaten in diesen neun Monaten zustande brachten, ist erstaunlich. Die politische Landkarte bekam ein neues Gesicht und es wurde die Grundlage geschaffen für eine souveräne, föderalistische und neutrale Schweiz. Als Diktat der Grossmächte notabene, nicht als Wunsch der in Wien anwesenden Schweizer!

 

Untenstehend greifen wir zwei informative Artikel auf.

 

 

 

Rechts auf dem Bild zu sehen sind u.a.: der Gastgeber Kaiser Franz I. von Österreich, Zar Alexander l. von Russland, der preussische König Friedrich Wilhelm III., der britische Aussenminister Lord Castlereagh und Talleyrand aus Paris.

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  Zeitgenössischer Kupferstich des Wiener Kongress 1814/15.  

Der Wiener Kongress und die Erfindung der Schweiz

Prof. Dr. Hans Ulrich Jost schreibt in seinem Artikel über die damals heillos zerstrittene Schweiz und ihrer diplomatischen Vertreter am Wiener Kongress. "Es ging um die Existenz der Schweiz." Es lagen schwere territoriale und innenpolitische Differenzen vor. Die Lösung dieser Probleme übernahm das Schweizer Komitee des Wiener Kongresses, welches nach unzähligen Sitzungen einen Vergleich vorlegte. Wollte die Eidgenossenschaft als anerkanntes Staatswesen in die neue Zeit eintreten, musste sie dieses Projekt ohne Abstriche anerkennen. Die Kommission hatte auch die Gestaltung im Innern nicht den Schweizern überlassen, weil dies fast unvermeindlich zum Bürgerkrieg geführt hätte.

Der Link zum ganzen Artikel:

Infosperber 1

Der Wiener Kongress und die Erfindung der Schweiz_Infosperber_20150404

 

 

Das Konzert der Grossen 

Der Wiener Kongress, die Diplomatie und die Neugestaltung Europas vor zweihundert Jahren.

Dr. Paul Widmer schreibt in seinem Artikel von einem inneren Zusammenhang zwischen dem Attentat auf das österreichische Thronfolgerpaar in Sarajevo vor 100 Jahren und dem Wiener Kongress vor 200 Jahren. "Damals wurde unter schwierigsten Bedingungen eine Friedensordnung errichtet, die Vorkommnisse wie den Grossen Krieg gerade hätten verhindern sollen. Rund fünfzig Jahre gelang dies recht gut. Doch dann versagte die Diplomatie zusehends. Die nationalistischen Kräfte gewannen die Oberhand, und die europäischen Staatsmänner schlitterten sehenden Auges in die Katastrophe."

Den ganzen Artikel als pdf downloaden:

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Das Konzert der Grossen_NZZ 20140322  

     
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  Quelle: NZZ  

Dr. Paul Widmer

Alt-Botschafter, geboren 1949 in Wattwil, er studierte Geschichte und Philosophie an der Universität Zürich, dort schloss er seine Studien mit dem Doktorat ab. 1977 trat er in den diplomatischen Dienst der Eidgenossenschaft ein. Heute ist er Lehrbeauftragter für internationale Beziehungen an der Universität St. Gallen. Paul Widmer ist vielfach als Buchautor in Erscheinung getreten, seine neueste Buchveröffentlichung: "Minister Hans Fröhlicher. Der umstrittenste Schweizer Diplomat" (NZZ-Libero, Zürich 2012).

Dr. Paul Widmer ist Autor mehrerer politischer und historischer Bücher, erschienen in der NZZ Libro.

 

 
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