Die Nansen-Initiative

Nansen
Wenn Menschen wegen Naturkatastrophen ihr Zuhause verlassen und in einem anderen Land Schutz suchen müssen, gelten sie nicht als Flüchtlinge.
Die «Nansen-Initiative», die die Schweiz und Norwegen im Okotber 2012 im Palais des Nations in Genf, einreichten, soll diesen Umstand ändern.
 
Das SRF berichtete am 2.10.2012 in der Hauptausgabe der Tagesschau darüber.
 

"Während im eigenen Land Vertriebene durch die UNO-Leitprinzipien über interne Vertreibung und einige regionale Instrumente geschützt sind, besteht eine rechtliche Lücke bei grenzüberschreitenden Fluchtbewegungen, die durch Naturkatastrophen ausgelöst wurden. Diese Menschen sind üblicherweise nicht verfolgt und werden deshalb vom Schutz der UNO-Flüchtlingskonvention nicht erfasst, und die Menschenrechtkonventionen regeln entscheidende Aspekte wie etwa Einreise, Aufenthalt und Grundrechte der Betroffenen nicht. Auch Kriterien, um erzwungene Fluchtbewegungen infolge von Naturkatastrophen von freiwilliger Migration zu unterscheiden, fehlen bislang."

Dies ist ein Auszug der Medienmitteilung des EDA vom 2.10.2012, in der die Nansen-Initiative näher vorgestellt wird: "Besserer Schutz für Menschen auf der Flucht vor Naturkatastrophen".

 

Nansen

The Nansen-Initiative is a state-led bottom-up consulatitv process intended to build consensus on the development of a protection agenda addressing the needs of people displaced across international borders in the context of natural disasters, including the effects of climate change. 

Der direkte Link zur Website der Nansen-Initiative.

 

Humanrights logo

Die Informationsplattform "Human Rights" stellt die Nansen-Initiative in deutscher Sprache informativ näher vor, beispielsweise die drei Säulen dieses Schutzprogrammes.

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Am 27.11.2013 meldete die NZZ: "Klimawandel kein Asylgrund".

Neuseeland lehnte im November 2013 das Asylgesuch eines Mannes aus Kiribati (Südpazifik) ab. Heidi Gmür, die Autorin dieses Artikels, schreibt: "Erhöht sich der Meeresspiegel um 80 Zentimeter, würden zwei Drittel von Kiribati versinken. Schon heute kämpft das Land gegen die Erosion der Küste, häufigere Überschwemmungen, die Kontaminierung des Trinkwassers und den Verlust von ohnehin knappem Kulturland. Unlängst hat Kiribati in Fidschi Land gekauft, um notfalls die Versorgungssicherheit gewährleisten zu können."

Der ganze Artikel als pdf zum Downloaden.

 
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