Die totale Überwachung unserer elektronischen Konsumation

 
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  Ilija Trojanow, Schriftsteller

Ilija Trojanow ist ein deutscher Schriftsteller, Übersetzer und Verleger bulgarischer Abstammung, wohnhaft in Wien. Zusammen mit Juli Zeh veröffentlichte er 2009 den Band: "Angriff auf die Freiheit: Sicherheitswahn, Überwachungsstaat und der Abbau bürgerlicher Rechte".

Die Kollateralschäden des kalten Bürgerkriegs

Ilija Trojanow: die totale Überwachung unserer elektronischen Kommunikation durch den amerikanischen Geheimdienst ist ein Paradigmenwechsel, der das Selbstverständnis unserer gesellschaftlichen Werte grundlegend in Frage stellt.

Der deutsche Innenminister, Hans-Peter Friedrich, wird in seinem Artikel zitiert: "Was technologisch möglich ist, wird halt benutzt werden!" Dagegen kontert Ilija Trojanow: "Diese Haltung ist eine Kapitulation, ein Strecken der demokratischen Waffen vor dem grossen Wertestreit und ein eklatantes Nichtverstehen von Recht..." 

Ilija Trojanow_NZZ Ausgabe 20130208

 

Am 30.9.2013 wird Trojanow die Einreise in die USA verweigert. Die NZZ-online mutmasst darüber: "Dem deutschen Schriftsteller Ilija Trojanow wurde von den amerikanischen Behörden die Einreise in die USA verweigert. Vermutet wird ein Zusammenhang mit Trojanows Protest gegen die amerikanische Überwachungspraxis." Hier der direkte Link zum online-Artikel vom 1.10.2013.

10. Dezember: Tag der Menschenrechte

SRF Kultur vom 10.12.2013:

Es ist ein überdeutliches Zeichen, ein nicht zu überhörender Aufruf am heutigen Tag der Menschenrechte: "Writers Against Mass Surveillance".

Ein Mensch unter Beobachtung ist niemals frei". Im "Aufruf der Schriftsteller" finden sich Namen wie Umberto Eco, T.C. Boyle, Daniel Kehlmann, Arno Grünberg, Eva Menasse oder Peter Sloterdijk. Zu den Initiatoren gehören unter anderen Juli Zeh und Illija Trojanow. Sie verlangen eine verbindliche «Internationale Konvention der digitalen Rechte» und fordern die Vereinten Nationen auf, zentrale demokratische Grundrechte wie die Unschuldsvermutung und das Recht auf Privatsphäre in der digitalen Welt durchzusetzen. Auch Bürger können sich dem Aufruf anschliessen, der direkte Link: www.change.org.

Hier der ganze Beitrag von SRF Kultur vom 10.12.2013.

NZZ online vom 3.1.2014: Wissenschaftler verlangen besseren Schutz - Protest gegen Überwachung.

Am Freitag haben sich gut 250 Wissenschafter aus 26 Ländern, schwergewichtig aus Europa, in einem Aufruf  gegen eine umfassende hoheitliche Überwachung von Bürgern und Firmen gewandt. Sie verweisen auf die seinerzeit von Edward Snowden enthüllten Praktiken staatlicher Stellen bei der Internetüberwachung. 

Der direkte Link zum ganzen NZZ online Artikel vom 3.1.2014.

 

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