Frauen und der weltweite Kampf gegen den Hunger

                                                                     2014  

Um den Kampf gegen den weltweiten Hunger gewinnen zu können, müssen Arbeitskraft, Fähigkeit und Können der Frauen besser genutzt werden.

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Insbesondere in den Entwicklungsländern sind die Frauen das Rückgrat der Landwirtschaft. In Entwicklungsländern arbeiten 79% der berufstätigen Frauen in der Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion. Weltweit liegt der Frauenanteil in der Landwirtschaft bei 48%. (Quelle: The Female Face of Farming, FAO, 2012). Zu Produktionsmitteln haben sie aber nur ungenügend Zugang, deshalb fallen ihre Ernten um rund 20 bis 30% geringer aus als jene der Männer. Ein verbesserter Zugang für Frauen zu besserem Saatgut, Düngemitteln und Werkzeug könnte den Hunger in Entwicklungsländern um gegen 17% senken.

       

Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) schätzt, dass die Zahl der Hungernden und Unterernährten weltweit um 100 bis 150 Millionen gesenkt werden könnte, würden Frauen den Ertrag auf ihren Feldern nur um 20 bis 30% steigern.   

Ebenso leiden Frauen öfter unter Hunger als Männer. Während einer Krise oder Naturkatastrophe sind Frauen die ersten, die zugunsten ihrer Familien auf Essen verzichten (Quelle: Committee on Food Security, FAO, 2011). Unterernährte Mütter bekommen oftmals unterernährte Kinder, deren Wahrscheinlichkeit vor dem fünften Lebensjahr zu sterben um 20% erhöht ist (Quelle: UNICEF, 2007) und ungefähr die Hälfte aller Schwangeren in Entwicklungsländern leidet an Blutarmut. Eisenmangel führt dazu, dass jedes Jahr etwa 110.000 Mütter während der Geburt sterben (Quelle: The Female Face of Farming, FAO, 2012).

Wenn sich das Einkommen einer Familie erhöht und die Frau für die finanziellen Mittel verantwortlich ist, wirkt sich dies oft unmittelbar positiv auf die Ernährung, Gesundheit und Bildung ihrer Kinder aus (Quelle: FAO, 2011). 

Bildung ist der Schlüssel. Eine Studie zeigt, dass die Frauen mit einem Schulabschluss gesündere Familien haben. Ihre Kinder sind meist besser genährt und sterben seltener an vermeidbaren Krankheiten. (Quelle: FAO, 2011) 

 
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FAO: The Female Face of Farming (Webseite in Englisch)

     
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DEZA: Weiterentwicklung von landwirtschaftlichen Klein- und Familienbetrieben zur Verbesserung der Ernährungssicherheit

 Die   Die Welt: Ein immer noch sehr aktueller Artikel vom 7.8.2011: Das Potenzial der Frauen muss ausgeschöpft werden
     
 
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